• Reform – Revolution – Etikettenschwindel

    Unter diesem Titel hat KsF Karlsruhe am 19.01. eine Podiumsdiskussion veranstaltet. Welche Auswirkungen Lauterbachs Krankenhausreform auf die Krankenhausversorgung, auf die Arbeitsbedingungen des Gesundheitspersonal und die Patienten haben wird, waren, cool moderiert von Krankenschwester Christina Zacharias, die Themen, die von verschiedenen Aktiven und Referent*innen beantwortet wurden. Zunächst erläuterte der krankenhauspolitische Sprecher der Linken im Bundestag, Ates Gürpinar, den Stand des Gesetzentwurfes und die Folgen, die sich bei seiner Umsetzung ergeben würden. Kolleg*innen aus Karlsruher Krankenhäusern schilderten die schon jetzt unhaltbaren Zustände in den Kliniken und was durch Lauterbachs „Revolution“ noch an Verschlechterungen auf uns zukommen wird. Verdi-Sekretär Michael Janus warf einen Blick auf die begonnenen Klinikstrukturänderungen in Karlsruhe und der Region…

  • Laut und klar am See

    Bei der Konferenz am 5.Juni in Friedrichshafen am Bodensee waren die Gesundheitsminister der der Länder und des Bundes zusammengekommen, um sich endgültig über die Krankenhausreform (Lauterbachs „Revolution“) abzustimmen. Dabei wollten die Beschäftigten mit Verdi sie nicht alleine lassen und sind von überall her zum Tagungsort am See gekommen. In einer bunten und lauten Demonstration durch die Stadt haben sie deutlich gemacht, was für eine echte Reform nötig ist. Mit ihrer auch von der überregionalen Presse beachteten Aktion „über die Planken“ hat die Karlsruher Betriebsgruppe am Klinikum dabei Stimmung gemacht, indem sie Pakete mit Aufschriften wie DRG, Profit, Dividende, usw. „über die Planken“ geworfen und ein „Krankenhausreform“ genanntes Paket geöffnet hat,…

  • KsF am 1. Mai

    Für Krankenhaus statt Fabrik sprach Christina bei der Eröffnungskundgebung: Liebe Kolleg*innen und Kollegen, In den letzten Wochen haben wir uns oft gesehen, fast schon wöchentlich waren wir auf der Straße, um unseren neuen Tarifvertrag im ÖD zu erkämpfen. Wir haben Kundgebungen organisiert, Mitglieder gewonnen und Stärke demonstriert. Dass die Gewerkschafts- und Funktionärsspitze von Verdi jetzt möchte, dass wir uns mit diesem schwachen Ergebnis zufriedengeben sollen, sehen wir von Krankenhaus statt Fabrik als großen Fehler an. Die letzten Wochen und Monate haben deutlich gezeigt, dass die Kolleg*innen die Schnauze voll von Trostpflastern haben. Dass sie die dringend benötigten Veränderung wollen, dass sie bereit sind, dafür auf der Straße zu kämpfen und…

  • Tarifrunde TVöD – Einordnung des Schlichterspruches

    Nach einer starken wochenlangen Mobilisierung der Belegschaften, in der sich eine Streikbereitschaft wie nie zuvor gezeigt hat und in der 70.000 neue Mitglieder gewonnen werden konnten, hat sich Bundestarifkommission von verdi Ende April mehrheitlich dafür ausgesprochen, dem Schlichterspruch zuzustimmen. Ab dem 4.5.23 läuft nun die Mitgliederbefragung dazu. Wesentliche Grundzüge des Schlichterspruchs: Einmalzahlungen 1.240,00 Euro im Juni 2023, ab Juli 2023 bis Februar 2024 eine monatliche Zahlung in Höhe von 220,00 Euro. Ab 1. März 2024 Steigerung der monatlichen Tabellenentgelte um 200,00 Euro plus 5,5 Prozent. Soweit dabei keine Erhöhung von 340,00 Euro erreicht wird, wird der betreffende Erhöhungsbetrag auf 340 Euro gesetzt. Der Schlichterspruch hat entscheidende Schwächen: Die scheinbar hohen…

  • Nach dreiwöchigem Streik: ver.di erreicht einen Tarifvertrag Entlastung am Uniklinikum Gießen und Marburg

    aktuelle ver.di Pressemitteilung vom 15.04.2023 Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat nach drei Wochen Streik am Uniklinikum Gießen und Marburg (UKGM) Eckpunkte für einen Tarifvertrag Entlastung durchgesetzt. Es ist die bundesweit 25. Vereinbarung zur Entlastung des Personals und die erste an einem kommerziell betriebenen Krankenhaus. „Unabhängig von der Trägerschaft streiten wir für bessere Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern. Der Tarifvertrag am UKGM ist ein weiterer Meilenstein dieser Bewegung“, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Im zum Rhön/Asklepios-Konzern gehörenden UKGM müssen die von ver.di, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem Deutschen Pflegerat entwickelten Personalvorgaben, die PPR 2.0, künftig schichtgenau eingehalten werden. Auch die Personalbemessung für psychiatrische Einrichtungen, die PPP-RL, wird zu 100 Prozent verbindlich. In anderen…

  • Wir sind GOLD wert

    Unter diesem Motto starteten viele Beschäftigte des SKK früh um 9:00 Uhr am SKK zu einer großen Streikdemonstration in die Karlsruher Innenstadt. „Heute ist kein Arbeitstag, heute ist Streiktag! „riefen die Kolleg*innen, die am 15.3.23 nach den skandalösen „Angeboten“ der Arbeitgeber vom VKA ihre Forderungen mit einem zweitägigen Warnstreik nochmals nachdrücklich auf die Straße bringen. Milena Zbornik und Lars Hannemann, zwei Beschäftigte aus der Psychiatrie, begrüßten die streikenden Kolleg*innen bei einer Zwischenkundgebung an der Psychiatrie. Genug geklatscht! Es reicht! Keine leeren Worte mehr! Die Situation in der Psychiatrie lässt nur noch diese Worte zu. So wurden verbindliche Personalvorgaben verschoben bzw. werden nicht eingehalten. Für die Beschäftigten in der Psychiatrie gab…

  • In der Pandemie verheizt … jetzt wird an den Prozenten gegeizt?

    So fühlen sich die Kolleg*innen in den Kliniken in Karlsruhe, Vidia und Städtisches Klinikum. In einem Beitrag zum internationalen Frauentag, den der Querfunk gesendet hat, erklärte KsF mit Blick auf die Tarifrunde 2023: Pflegeberufe, Sozial und Erziehungswesen, es sind hauptsächlich Frauenberufe, die auch jetzt wieder in der aktuellen Tarifrunde buchstäblich in die Röhre schauen sollen. Bei den Kliniken haben sich die Arbeitsgeber noch ein besonderes Schmankerl ausgedacht: Bei finanziell schwachen oder klammen Kliniken soll es möglich sein, dass über einen Zusatztarifvertrag Gehaltsabsenkungen für die Beschäftigten ermöglicht werden. Sozusagen ein Sonderopfer zur „Zukunftssicherung“. Diese Unverschämtheit macht frau zunächst sprachlos – aber nicht lange. Wir haben bereits erfolgreiche Warnstreik und Arbeitsstreiktage durchgeführt,…

  • Erfolgreicher erster Warnstreik am Klinikum am 16.2.

    Wenn es nichts kostet, säuseln sie rum von wegen „großartige Arbeit“ und „hohe Anerkennung“, klatsch klatsch, aber sobald es dann konkret wird, wenn die Anerkennung materiell werden soll, wenn es um echte Maßnahmen gegen den Personalschwund geht, dann verschwinden sie in der Versenkung, die Arbeitgeber vom Bund und von den Gemeinden (VKA). Kein Angebot haben sie in der ersten Verhandlungsrunde vorgelegt und damit die Beschäftigten brüskiert, die laut statistischem Bundesamt inzwischen 5% Reallohnverlust erlitten haben und die Inflation galoppiert erst richtig. Darauf konnte es keine andere Antwort geben als ein erster Warnstreik, den die Kolleg*innen am Klinikum am 16.2. auch durchgeführt haben. Am Vormittag fanden sich zur Kundgebung rund 200…

  • Gemeinsam für Entlastung

    Am 24.9.2022 lud Krankenhaus statt Fabrik Karlsruhe zu einer Veranstaltung ein zu den Möglichkeiten von Entlastungsverträgen in den Krankenhäusern. In der inhaltlich hochkarätigen Veranstaltung mit Michael Quetting, dem erfahrenen ehemaligen Pflegebeauftragten von ver.di und Sprecher des Pflegeaufstandes Rheinland-Pfalz, der eine Reihe erfolgreicher Kämpfe in ganz Deutschland angeleitet hatte, ging es darum, welche Voraussetzungen seitens der Beschäftigten geschaffen werden müssen, damit in ihrem Krankenhaus eine gute Entlastungsvereinbarung erkämpft werden kann. Dabei ging Michael Quetting detailliert auf die einzelnen Schritte ein, die notwendig sind, um bei einer solchen Auseinandersetzung einen Erfolg zu erringen. Entscheidend ist, inwieweit es gelingt, dass die Kolleg*innen in den einzelnen Bereichen und auf den Stationen selbst die Forderungen…

  • 12. Mai – Tag der Pflegenden

    Schluss mit Reden – mehr Personal – wir lassen nicht locker! Unter diesem bundesweiten Motto haben wir am 12.Mai auch in Karlsruhe einen erfolgreichen internationalen Tag der Pflegenden veranstaltet. Was hat sich geändert für die Pflegenden gegenüber dem letzten Jahr? Es gibt eine neue Bundesregierung mit neuen Versprechungen, aber es hat sich nichts geändert. Die gleiche prekäre Arbeits- und Personalsituation in den Krankenhäusern und Pflegeheimen, die PPR 2.0 von der Ampel im Programm versprochen, aber nicht durchgeführt, Maßnahmen zur Entlastung – Fehlanzeige, bessere Bezahlung – Fehlanzeige. Es bleibt den Pflegenden nichts anderes übrig, als weiter selbst dafür zu kämpfen. Und das tun sie: In NRW haben 6 Unikliniken nach dem…