Kriegstüchtige Krankenhäuser?
Die Veranstaltung zur Militarisierung des Gesundheitswesens war ein voller Erfolg!
Viele Interessierte haben für einen vollen ver.di Saal gesorgt bei dieser Veranstaltung, die das Bündnis Gesundheit statt Profite Karlsruhe mit Unterstützung der ver.di-Jugend und der ver.di-Betriebsgruppe des städtischen Klinikums Karlsruhe am 10 Oktober durchgeführt hat.
Der in dieser Thematik erfahrene Referent vom Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte vdää, Dr. Bernhard Winter, zeigte die ganze Dimension der Zurichtung des Gesundheits-wesens auf die Kriegstüchtigkeit nach den Plänen der herrschenden Politik auf. Nachlesen kann man das sehr anschaulich und eindrücklich im sog. „Operationsplan Deutschland“ und im „Grünbuch Z(ivil-) M(ilitärische) Z(usammenarbeit) 4.0“.
hier ein link, wo man das findet: https://zoes-bund.de/wp-content/uploads/2025/03/250306_Gruenbuch_ZMZ_digital.pdf
Die Vorbereitung auf Katastrophenfälle unterscheidet sich dabei grundsätzlich vom Kriegsfall, was in irreführender Absicht von der Regierung vermischt wird. Im Konfliktfall kommen Ärzte und Pflegepersonal unter die Befehls- und Entscheidungsgewalt der Militärs.
Das heißt:
- dass die Beschäftigten zwangsverpflichtet werden können
- dass die Behandlung von Soldaten absoluten Vorrang hat. Zivile Patient*innen und deren Nöte werden hintangestellt.
Das bedeutet „Kriegstüchtigkeit“. Man kann sich diese Szenarien kaum ausmalen angesichts dessen, dass schon heute im Frieden die Krankenhäuser immer häufiger überlastet sind und jetzt schon eine bedarfsgerechte Versorgung kaum oder gar nicht möglich ist.
Eindrucksvoll schilderten auch Beschäftigte aus Kliniken, dass dies nicht der Ethik entspricht, die sie zur Wahl ihres Berufes als Mediziner veranlasst hat. Klar wurde allen Anwesenden, dass man sich mit aller Kraft gegen diese Militarisierung und Kriegsvorbereitung wehren muss, durch die nicht zuletzt auch Krankenhäuser zu Angriffszielen werden.
Sicherheit gibt es nur im Frieden und nicht durch Kriegstüchtigkeit.


