Weg mit dem § 218
SAVE ABORTION DAY 28.09.2025
Als Ärzt*innen und Pflegekräfte sind wir es, die die Menschen behandeln, die einen Schwangerschaftsabbruch brauchen. Wir sind es, die mit ihnen sprechen und sie begleiten. Und wir sind es, die sehen, welche Hindernisse ihnen durch dieses verstaubte Gesetz in den Weg gelegt werden.
Ein Schwangerschaftsabbruch ist keine leichte Entscheidung, die einfach mal so getroffen wird. Es ist eine medizinische Leistung, deren Aufklärung Ärzt*innen obliegt. Und es vor allem ein grundlegendes Recht. Doch der Paragraph macht aus diesem Recht eine Ausnahme – und das hat Konsequenzen, die wir im Gesundheitswesen nur zu gut kennen.
Wir sagen:
- Schwangerschaftsabbrüche gehören zur Gesundheitsversorgung, genauso wie jede andere medizinische Leistung, die wir nun mal brauchen. Denn Schwangerschaftsabbrüche kann man nicht verhindern – man kann nur sichere Abbrüche verhindern. Und das widerspricht allem, wofür wir im Gesundheitswesen stehen.
- Als medizinisches Personal kämpfen wir für den Schutz von Leben. Aber das heißt auch, für die Würde und Selbstbestimmung derer zu kämpfen, die uns anvertraut werden.
Der § 218 ist ein Relikt aus einer Zeit, in der man dachte, die Kontrolle über den Uterus stünde dem Staat zu. Diese Zeit ist vorbei. Die Entscheidung über eine Schwangerschaft gehört allein in die Hände der Betroffenen! Dieses Recht am eigenen Körper müssen und werden wir uns erkämpfen.
Unser Auftrag als medical workers ist dabei klar: Wir unterstützen ungewollt Schwangere dabei, ihr Recht auf einen sicheren Abbruch umzusetzen – ohne Urteil, ohne Hürden, ohne Zwang.
Wir kämpfen:
- Für ein Gesundheitssystem, das für alle da ist und das Schwangerschaftsabbrüche als selbstverständlichen Teil anerkennt.
- Für kosten- und barrierefreie Zugänge für alle
- Rechts- und Handlungssicherheit für medizinisches Fachpersonal
- Für das Ende der Kriminalisierung und Stigmatisierung
Kundgebung: Samstag 27.09.2025 , 13 Uhr, Friedrichsplatz



