• Grußwort am Tag gegen Gewalt an Frauen

    Gewalt gegen Frauen ist kein individuelles Schicksal, sondern Ausdruck eines patriarchalen Systems, das auf Unterdrückung, Kontrolle und ökonomischer Abhängigkeit beruht. Sie durchzieht alle gesellschaftlichen Bereiche — von der Familie über den Arbeitsplatz bis hin zu staatlichen Institutionen. Am heutigen Tag gegen Gewalt an Frauen stehen wir gemeinsam auf: Gegen das Schweigen, gegen die Normalisierung, gegen die strukturelle Gewalt, die Frauen tagtäglich erfahren. Das Gesundheitssystem trägt eine besondere Verantwortung. Es ist oft die erste Institution, die mit den Folgen von Gewalt konfrontiert wird — sei es in der Notaufnahme, in der Hausarztpraxis oder auf der Station. Doch diese Begegnung darf nicht bei der Wundversorgung enden. Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das nicht…

  • Kriegstüchtige Krankenhäuser?

    Die Veranstaltung zur Militarisierung des Gesundheitswesens war ein voller Erfolg! Viele Interessierte haben für einen vollen ver.di Saal gesorgt bei dieser Veranstaltung, die das Bündnis Gesundheit statt Profite Karlsruhe mit Unterstützung der ver.di-Jugend und der ver.di-Betriebsgruppe des städtischen Klinikums Karlsruhe am 10 Oktober durchgeführt hat. Der in dieser Thematik erfahrene Referent vom Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte vdää, Dr. Bernhard Winter, zeigte die ganze Dimension der Zurichtung des Gesundheits-wesens auf die Kriegstüchtigkeit nach den Plänen der herrschenden Politik auf. Nachlesen kann man das sehr anschaulich und eindrücklich im sog. „Operationsplan Deutschland“ und im „Grünbuch Z(ivil-) M(ilitärische) Z(usammenarbeit) 4.0“.  hier ein link, wo man das findet:      https://zoes-bund.de/wp-content/uploads/2025/03/250306_Gruenbuch_ZMZ_digital.pdf Die Vorbereitung…

  • Kriegstüchtige Krankenhäuser?

    Im deutschen Gesundheitssystem wird unter dem Label zivil-militärische Zusammenarbeit der „Ernstfall“ geprobt. Auf Kongressen diskutieren Vertreter von Ärztekammern und andere medizinische Führungskräfte mit der Bundeswehr, was „Kriegsmedizin“ bedeutet und wie das Gesundheitswesen so umgestaltet werden kann, dass es kriegstüchtig wird. Um die Bevölkerung nicht zu verschrecken und die militärische Stoßrichtung zu vernebeln, werden die Begriffe Pandemie, Naturkatastrophen und Kriege bewusst vermischt und unter dem Begriff „Großschadensereignisse“ getarnt. Jedoch ist die Medizin im Krieg etwas völlig anderes als im Frieden, wo die Aufgabe des Gesundheitssystems in der Daseinsfürsorge darin besteht, jeden Patienten zu jeder Zeit bestmöglich zu behandeln. Was bedeutet Kriegsmedizin für die Ärzt*innen und Pflegekräfte? Es ist unmöglich, große Kriege…

  • Weg mit dem § 218

    SAVE ABORTION DAY  28.09.2025 Als Ärzt*innen und Pflegekräfte sind wir es, die die Menschen behandeln, die einen Schwangerschaftsabbruch brauchen. Wir sind es, die mit ihnen sprechen und sie begleiten. Und wir sind es, die sehen, welche Hindernisse ihnen durch dieses verstaubte Gesetz in den Weg gelegt werden. Ein Schwangerschaftsabbruch ist keine leichte Entscheidung, die einfach mal so getroffen wird. Es ist eine medizinische Leistung, deren Aufklärung Ärzt*innen obliegt. Und es vor allem ein grundlegendes Recht. Doch der Paragraph macht aus diesem Recht eine Ausnahme – und das hat Konsequenzen, die wir im Gesundheitswesen nur zu gut kennen. Wir sagen: Schwangerschaftsabbrüche gehören zur Gesundheitsversorgung, genauso wie jede andere medizinische Leistung, die…

  • 8. März – Internationaler Frauenkampftag

    Rede von Claudia auf der Kundgebung zum Internationalen Frauenkampftag: Schluss mit lustig! Wir Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind in der heißen Phase des Tarifkampfes. Die Arbeitgeber haben in der letzten Verhandlungsrunde keinerlei Angebot gemacht. Im Gegenteil. Sie stellen sich eine Nullrunde mit 30 Monaten Laufzeit vor. Das ist kein Angebot, das ist eine Kampfansage an die Beschäftigten. Doch wir sind bereit! Unsere Antwort heißt: Schluss mit lustig!   Uns reicht’s!   Jetzt wird gestreikt! Die Arbeitgeber und ihre Handlanger in der alten und neuen Regierung wollen einen Keil treiben zwischen die streikenden Kolleg*innen und die Öffentlichkeit. Sie behaupten, unsere Forderungen würden die Kommunen 14 Milliarden jährlich kosten. Damit könnten z.B. 960 neue…

  • Appell zur Bundestagswahl

     Appell von Beschäftigten der ViDia-Kliniken und des Städtischen Klinikums Karlsruhe An die Bundestagskandidat*innen im Wahlkreis Karlsruhe Seit Jahren werden die Arbeitsbedingungen in den Gesundheitseinrichtungen immer unhaltbarer. Stress, Arbeitsverdichtung, Personalmangel in allen Bereichen/Berufsgruppen. Dennoch betreuen wir mit hohem Engagement und Professionalität Tag für Tag unsere Patient*innen. Der Preis: hoher Krankenstand, Burn-out, Berufsflucht, kein Nachwuchs mehr. Eine bedarfsgerechte Versorgung ist schon lange nicht mehr möglich. Wir arbeiten in großen Kliniken mit moderner Ausstattung; aber unsere Arbeitsbedingungen entsprechen schon lange nicht mehr der heutigen Zeit. Ein zunehmender Pflegenotstand ist vorprogrammiert. Wir machen seit Jahren darauf aufmerksam. Geändert hat sich dennoch wenig. Auch die aktuelle Krankenhausreform wird daran mit Sicherheit nichts ändern. Wir wollen…

  • Aktuelle Tarifrunde: Die Zeit für mehr Geld, Freizeit und Entlastung ist gekommen

    Für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen starten im Januar die Verhandlungen. Entlastung ist für die Beschäftigten schon lange ein zentrales Thema. In den vergangenen Jahren konnte in TVE (Tarifverträgen Entlastung) in 27 Kliniken bereits erste Erfolge erzielt werden. Nun steht das Thema Entlastung zum ersten Mal im Fokus der aktuellen Tarifrunde des öffentlichen Dienstes. Durch Forderungen wie: Das „Meine Zeit Konto“ (ein Wahlmodell, mit dem die Beschäftigten am Ende des Monats selbst entscheiden, ob sie das angesparte Guthaben ausgezahlt bekommen oder in Freizeit abbauten) 3 Tage mehr Urlaub 1 Bonus-Urlaubstag zusätzlich für ver.di Mitglieder (ver.di lohnt sich) Eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit in Kliniken in Baden-Württemberg…

  • 1. September 2024 – Antikriegstag

    Auf der Kundgebung zum Antikriegstag hielt Claudia einen Redebeitrag für KsF Karlsruhe:   Liebe Freund:innen, liebe Kolleg:innen, Heute, am Antikriegstag, stehen wir hier als Karlsruher Bündnis „Krankenhaus statt Fabrik“, um eine klare Botschaft zu senden: Wir sagen Nein zur Militarisierung unseres Gesundheitswesens! Unser Gesundheitsminister Karl Lauterbach fordert, dass Krankenhäuser „kriegstüchtig“ werden sollen. Was heißt das konkret? Es bedeutet, dass wir, die Beschäftigten im Gesundheitswesen, als Personalreserve der Bundeswehr verplant werden könnten. Es bedeutet, dass Krankenhäuser nicht mehr primär Orte des Heilens sind, sondern Teil einer Kriegsmaschinerie werden sollen. Diese sogenannte „Zeitenwende“ im Gesundheitswesen ist ein gefährlicher Schritt in Richtung Militarisierung. Wenn Lauterbach davon spricht, dass Deutschland im Bündnisfall zur Drehscheibe…

  • KsF zum 1. Mai 2024

    An den Aktivitäten zum 1. Mai beteiligte sich KsF KA durch einen Redebeitrag bei der Vormaifeier des DGB am 27.04. in Ettlingen und an den Demonstrationen in Karlsruhe am 1. Mai. Dort wurde ein Flugblatt verteilt, in dem die Kriegsertüchtigungspolitik der Bundesregierung  angeprangert wird, die die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens und der Daseinsvorsorge beschädigt und in Frage stellt. KsF-Flugblatt 1.Mai 2024

  • Internationaler Frauentag

    KsF KA beteiligte sich an den Aktivitäten des Frauenkampftages 2024 zunächst an der Demonstration durch die Innenstadt. Dabei wurde ein Flugblatt verteilt in dem die Solidarität mit den in Gaza unter lebensgefährlichen Umständen arbeitenden Kolleg*innen des Gesundheitswesen zum Ausdruck gebracht wurde. KsF-Flugblatt 8.März In der Abendveranstaltung im Jubez führte KsF KA einen Sketch zur Arbeitszeitverkürzung in den Krankenhäusern auf.